Vorstellung der Königsplaketten und der Schmuckscheibe

Ein fester Programmpunkt im Rahmen des Pokalschießens ist die Vorstellung der Königsplaketten und der Schmuckscheibe der amtierenden Könige und die damit gleichzeitige Übergabe an die Gesellschaft.

Der erste Vorsitzende der Königskompanie, Rolf Faßbender, bedankte sich bei den beiden Majestäten für die ansprechenden Erinnerungsstücke im Sinne der weiter fortgeschriebenen Geschichtsdokumentation.

Erstmals werden die beiden Silberplaketten nach der offiziellen Vorstellung bei der Königskompanie in diesem Jahr in der Goldschmiede von Norbert Hamm ausgestellt. So soll auch die Attendorner Bevölkerung die Möglichkeit haben, die wertvollen Plaketten aus der Nähe betrachten zu können.

Zu Recht sind die ehemaligen Könige der Schützengesellschaft Attendorn stolz auf den Rahmen, in dem die neuen Plaketten und die Schmuckscheibe vorgestellt werden.

Königsplakette Vogelkönig 2017 Christian Heuel

Gefertigt wurde die Königsplakette durch den Attendorner Goldschmiedemeister Norbert Hamm. Als Basis wurde ein kreisrundes Grundblech aus 925er Sterling-Silber verwendet. Die Plakette hat einen Durchmesser von ca. 78 mm und hat ein Gewicht von knapp 60 Gramm.

Grundsätzlich lehnt sich die kreisrunde Form der Plakette an die der ebenfalls runden Königsplakette seines Vaters Karl-Josef Heuel, Vogelkönig 1977, und die seines Bruders Stephan Heuel, Vogelkönig 2006, an.

Die teilweise in 3 Schichten übereinander liegenden Schichten, der im einzelnen dargestellten Elemente, stellen eine technische und handwerkliche Herausforderung dar.

Die Ausformung der Reliefarbeiten und erst recht das Auflöten des sehr fragilen Vierkant-Silberdrahtes wurde in einer aufwendigen und zeitaufwendigen Arbeit erstellt. Hier wurden allein für die Darstellung der Attendorner Pfarrkirche 20 Einzelabschnitte benötigt.

Jedes einzelne Element wurde mit passendem Silberlot mit einer Fließtemperatur von 730° Celsius aufgebracht.

Gefertigt wurde die Plakette in 7 Schritten basierend auf dem kreisrunden Silberblech, angefangen mit der Darstellung der AIDA am linken unteren Rand der Plakette. Auf der AIDA Aura haben sich Vogelkönig Christian Heuel und seine Ehefrau Natalie kennengelernt und hier ihre Liebe zur Kreuzfahrt entdeckt. Beide sind seitdem gerne, mittlerweile mit Ihrem Sohn Oskar, auf den Meeren dieser Erde unterwegs.

Im rechten unteren Bereich der Plakette findet sich eine Darstellung der Königsplakette von  Vater Karl-Josef “Kalla” Heuel, Vogelkönig vor 40 Jahren und Bruder Stephan Heuel, Vogelkönig im Jahr 2006, wieder. Bruder Stephan wählte in Gedenken an seinen Vater die gleiche Plakette wie sein Vater und auch Vogelkönig Christian Heuel möchte hiermit seinem Vater gedenken.

Die obere Hälfte der Plakette zeigt die Silhouette der Stadt Attendorn und den Förderturm der Zeche Zollverein in Essen. Die Stadt Essen ist die Heimatstadt und Geburtsort der Königin Natalie Heuel.

Im einzelnen zu sehen ist hier von links die Darstellung des Bieketurms, Zeughaus der Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V., dessen Mitglied Christian Heuel seit 1990 und Beiratsmitglied des Vorstands seit 2008 ist.

Rechts fügt sich an das Kreisheimatmuseum Attendorn, die Kirche St. Johannes Baptist in Verbindung mit o.g. Förderturm.

In der Pfarrkirche St. Johannes Baptist haben Vogelkönig Christian und Königin Natalie im Jahr 2010 geheiratet.

Rechts neben der Pfarrkirche ist die Hospitalkirche angedeutet, hier wurde Christian getauft.

Eingefasst ist die Plakette mit einem umlaufenden Silberrand zum Schutz der Darstellungen und Gravuren.

Auf der Rückseite findet sich der Schriftzug „Schützenkönigspaar 2017 Christian & Natalie Heuel mit Oskar“.

 

Königsplakette Scheibenkönig 2017 Christian Schnatz

Die neue Plakette für die Kette der Scheibenkönige stiftete der aktuelle Scheibenkönig Christian Schnatz. Gefertigt von Goldschmied Norbert Hamm aus Attendorn, besteht sie aus 925er Sterling-Silber. Die Größe beträgt dabei 90x70mm.

Mit der Form des Stadtwappens von Attendorn soll die Verbundenheit des amtierenden Scheibenkönigs zur Freiwilligen Feuerwehr demonstriert werden. Dieser gehört Christian Schnatz seit 1994 an. Seit 15 Jahren steht er dabei allen Medienvertretern als Pressesprecher zur Verfügung.

So ist es auch wenig verwunderlich, dass das Hauptmotiv der Vorderseite ebenfalls mit der Feuerwehr in enger Verbindung steht. Es zeigt im rechten Bereich eine Stilisierung den hl. Florian. Er ist der Schutzpatron aller Feuerwehrleute. Der hl. Florian hält in seinen Händen einen Löscheimer, mit dem er einen Brand auf der Burg Schnellenberg löscht. Das Feuer vernichtete am 03.September 1889 große Teile der hauseigenen Brauerei. Die Szene wurde 1995 durch den Attendorner Künstler Erich Johannes in einem Gemälde dargestellt. Dieses diente letztlich auch als Vorlage für die Plakette.

Im linken Bereich der Plakette sind drei Silberbänder aufgelötet. Aus der Heraldik, der Wappenkunde, entnommen, sind die Bänder unterschiedlich schraffiert. So steht das linke und kariert gemusterte Stück Silber für die Farbe schwarz, die unbehandelte Fläche für weiß und die nach links oben laufende Schraffur für die Farbe grün. „Damit möchte ich meine enge Verbundenheit zur Schützengesellschaft Attendorn zum Ausdruck bringen“, so Christian Schnatz.

Umrahmt wird die Plakette durch einen rechteckigen, aufgelöteten Silberdraht. Damit sollen zeitgleich die tiefer liegenden Objekte besser geschützt werden.

Auf der Rückseite der Plakette befindet sich mittig aufgebracht ein „o“ mit zwei Dornen, die jeweils oben und unten an dem Buchstaben angebracht sind. Dieses Symbol entstammt dem aktuellen Marketinglogo der Stadt Attendorn – dem Slogan „Attendorn dreimalig einmalig“.

Der Attendorn – „Dorn“ steht symbolisch für den Biggeblick, der seit 2013 zu einer bedeutenden Sehenswürdigkeit in Attendorn und der Region Biggesee gewachsen ist. Mit diesem Symbol wird die Verbundenheit der Scheibenkönigin Susanne zu ihrem Arbeitsgeber, der Stadt Attendorn, zum Ausdruck gebracht, wo sie sich für den Bereich Stadtmarketing und Tourismus verantwortlich zeigt.

Zwei kleinere Schriftzüge rahmen das obere Dreieck ein: „1956, VK Rudolf Schnatz,“ und „1982, SK Hans-Josef Schnatz“. Mit den beiden Inschriften soll die Brücke zur Tradition gebaut werden, die Chr. Schnatz mit seinem Königsschuß im vergangenen Jahr fortgeführt hat. Im unteren Bereich der Rückseite wurde der Schriftzug „Scheibenkönigspaar Christian & Susanne Schnatz“ eingraviert.

Die Vorderseite der Plakette wurde matt gehalten, damit sich die polierten, graphischen Elemente deutlich abheben. „Wieder einmal hat Norbert Hamm eine tolle Arbeit geleistet und die für uns wichtigen Aspekte eindrucksvoll in Szene gesetzt“, freut sich das amtierende Scheibenkönigspaar, dessen Amtszeit langsam aber sicher zu Ende geht.

 

Bericht Schmuckscheibe 2018

Die Motivsuche für die Schmuckscheibe 2018 gestaltete sich für das amtierende Scheibenkönigskönigspaar Christian und Susanne Schnatz alles andere als einfach. Zu vielfältig waren die Themen, mit denen sich die beiden auf der einen Seite beruflich, andererseits aber auch in ihrem Privatleben beschäftigen.

Und so war es mehr oder weniger einem Zufall zu verdanken, dass das jetzt gewählte Motiv in einer Attendorner Lokalzeitung „ die eierlegende Wollmilchsau“ war, so Christian Schnatz.

„Kurz nach der Einweihung des neuen Kreisverkehrs im Ennester Tor war ein Bild der neuen Skulpturen aufgetaucht, das mit einer einzigen Perspektive vieles von dem einfing, mit dem ich mich verbunden fühle.“ Und nach einem kurzen Gespräch mit der Fotografin Rosi Isphording war klar, welches Motiv die neue Schmuckscheibe tragen sollte.

Die Scheibe selbst hat einen Durchmesser von 520 mm und eine Stärke von 20 mm. Das Hauptmotiv zeigt die neuen Skulpturen des Kreisverkehrs im Ennester Tor. Gestiftet von Poskebruder Christian Bruse sind am linken und rechten Bildrand jeweils eine „Hucke“, das Symbol der Ennester Pote, zu sehen. In der Mitte des Bildes ist ein Osterfeuer abgebildet. Alle drei zusammen zeigen die Verbundenheit von Scheibenkönig Christian Schnatz zur Ennester Pote, deren Mitglied er seit 35 Jahren ist und in der er aufgewachsen ist. Die Symbole wurden mit Blattgold auf die Scheibe aufgetragen, um eine entsprechende Wirkung zu erzielen und sich vom Rest des Motivs deutlich abzuheben.

Im Hintergrund ist der Bieketurm zu sehen. Er wurde 1985 von den Attendorner Schützen übernommen und dient seit 1993 als Zeughaus der Schützengesellschaft. Christian Schnatz selbst ist seit 10 Jahren im Beirat aktiv. Somit steht der Bieketurm als Sinnbild für die Verbundenheit zu den Attendorner Schützen.

Den oberen, linken Bildrand ziert das Stadtwappen der Hansestadt. Für Scheibenkönigin Susanne Schnatz  dient es als Symbol für ihren Arbeitgeber, denn sie ist für den Bereich Stadtmarketing und Tourismus im Attendorner Rathaus zuständig. Für Christian Schnatz ist es ein Hinweis auf sein zweites bedeutendes Hobby, denn seit 24 Jahren ist er Mitglied der Attendorner Feuerwehr und bekleidet hier seit 15 Jahren das Amt des Pressesprechers.

Das Hauptmotiv der Schmuckscheibe komplettiert der Trefferspiegel für den Wettbewerb 2018 im oberen, rechten Bereich.

Eingefasst wird das Bild links von einem schwarz-weiß-grünen Band, das die Farben der Attendorner Schützengesellschaft wiedergibt. Verziert ist die Schmuckscheibe mit insgesamt 2 Blättern einer Eiche. Traditionsgemäß schmücken alle Schützenbrüder montags im Marsch von der Vogelsrute ihre Stöcke mit Eichenlaub.

Besonders stolz ist das Scheibenkönigspaar aber auch auf die Wahl des Künstlers oder besser gesagt: der Künstlerin. So konnte die Schwester der amtierenden Scheibenkönigin für dieses Projekt gewonnen werden. Sabine Severe fertigte die Schmuckscheibe mit Acryl- und Kreidefarben. Der Rand der Scheibe wurde vergoldet und die Scheibe zuletzt als Schutz mit einem Wachs überzogen und anschließend poliert.

Christian und Susanne Schnatz freuen sich, die Sammlung von nunmehr 40 Schmuckscheiben zu ergänzen und damit ein schönes Stück Attendorner Stadtgeschichte mit zu schreiben.

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