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Die Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V. findet als eine der ältesten Schützengesellschaften Deutschlands ihre Ursprünge im Jahr der Verleihung der Stadtrechte an die Stadt Attendorn im Jahre 1222. Es oblag der Stadt Attendorn, mit der Verleihung der Stadtrechte Sorge dafür zu tragen, daß eine Wehranlage aus Wällen, Gräben und Mauern errichtet und unterhalten wurde. Sowohl die Errichtung der Befestigungen und auch die Verteidigung der Stadt waren die ureigenen Aufgaben der "Schützen". Die Schützen rekrutierten sich damals aus den Bürgern von Attendorn. Kaufleute, Handwerker, Stadtbedienstete und sonstige Einwohner gingen in Friedenszeiten ihren Berufen nach, wurden in Kriegszeiten jedoch zur Verteidigung der Stadt herangezogen. Aus der Pflicht von einst ist im Laufe der Jahrhunderte ein Brauchtum geworden, welches heute von der Schützengesellschaft intensivst gepflegt wird. Insbesondere ist es Aufgabe der Gesellschaft, das alljährlich stattfindende Schützenfest am ersten Wochenende im Juli eines jeden Jahres zu gestalten. Höhepunkt eines jeden Festes ist natürlich die Ermittlung der Schützenkönige. Anders als bei anderen Schützenvereinen werden in Attendorn zwei gleichwertige Könige, der Vogelkönig und der Scheibenkönig am Schützenfest-Montag ermittelt, und zwar durch Schießen auf Holzvogel und Schmuckscheibe. Spätestens seit 1692 ist es üblich, daß beide Könige zur Erinnerung silberne Plaketten stiften, wobei die Plaketten aller lebenden Könige an den Königsketten getragen werden. |
Neben der Tradition des Vogel- und Scheibenschießens kennen wir in Attendorn - geprägt durch die historische Entwicklung seit dem 30-jährigen Krieg - auch weitere traditionelle Höhepunkte, wie den Triller- und Bügeltanz. Der Bügeltanz soll der Sage nach in den Jahren von 1632 bis 1634 beim Auskundschaften der Lager der Schweden, die vor den geschlossenen Toren und den Mauern der Stadt lagerten, abgeschaut worden sein. Der Trillertanz soll 1634 aus Freude über den Sieg über die abgeschlagenen Schweden getanzt worden sein. Tatsache jedenfalls ist, daß Attendorn dank seiner Schützen alle feindlichen Angriffe auf die Stadtmauern erfolgreich abwehren konnte. Heute finden wir dies belegt durch ein Bildnis aus dem 17. Jahrhundert, die sogenannte "Schwedentafel". Die Schützengesellschaft hat heute 1.500 Mitglieder. Geführt wird die Gesellschaft durch den Vorstand und dessen Beirat. Ein weiteres "Organ" der Gesellschaft ist die Confraternität "St. Sebastian" von 1484. Es handelt sich gewissermaßen um den "Aufsichtsrat" der Schützen. Heute wird Tradition mit Moderne verbunden. Alljährlich auf dem Schützenfest und einem Fest der Jungschützen wird insbesondere durch moderne Musikveranstaltungen den jungen Leuten die Möglichkeit gegeben, attraktives Schützenleben zu erleben und kennenzulernen. |
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